Die Region Isaan

Inhalt drucken

Die Bezeichnung Isaan leitet sich von Isana her, einer Erscheinungsform Shivas (Glückverheißender, ist einer der wichtigsten Götter des Hinduismus) als „Gott des Nordostens“. Der Name selbst betont damit die Rolle Isaans als nordöstlicher Teil Thailands.

Der Isaan wurde im 20. Jahrhundert nachdem er jahrhundertelang von den Lao regiert wurde in Thailand eingegliedert, wobei die Lao-Wurzeln  der Bevölkerung in den Hintergrund gerieten. Vor 1960 wurden die Einheimischen noch als Lao bezeichnet.
Der Isaan ist Thailands ärmste Region. Trotz verhältnismäßig nährstoffarmen und salzigen Böden, gegenüber den Reisebenen Zentralthailands, ist die Landwirtschaft fast die einzige Erwerbsquelle in dieser Region. Durch unkontrollierte Abholzung der früher großen Flächen Waldes zur Gewinnung von Ackerland entstanden die heutzutage nährstoffarmen Böden die immer mehr versalzen.

Außer Klöstern und einigen Ruinen aus der Khmer-Zeit gibt es kaum Sehenswürdigkeiten im Isaan. Die Städte, bzw. Marktflecken sind oft ohne „Stadtplanung“ gewachsen, sich nur an den Erfordernissen orientierend. Holzhäuser wechseln sich mit neueren Steinbauten ab. Der Grund dafür ist, dass das einst waldreiche Land inzwischen so abgeholzt ist, dass die Regierung das Fällen von Bäumen grundsätzlich verboten hat. Auch Bäume die auf dem eigenen Grundstück gepflanzt wurden. Holz zum Häuserbau wird entweder schwarz geschlagen, aus dem Ausland importiert oder aus Altholz zusammengetragen. Das importierte Holz ist unerschwinglich teuer! Der Isaan war noch vor 50 Jahren zur Hälfte mit Regenwald bedeckt und bei weitem nicht so kahl und trocken wie jetzt.

Ein nicht unerheblicher Grund des Holzmangels liegt am Vietnamkrieg. Während des Vietnamkrieges wurden weite Teile des Waldes vernichtet, auf Druck der Amerikaner ganze Wälder entlang der kambodschanischen und laotischen Grenze abgeholzt, damit sie nicht als Versteck für Vietkong und Partisanen dienen konnten. Die Furcht vor Banditen in den Wäldern hat eine ganze Generation in Atem gehalten. Auch die Furcht der Leute, dass dunkle Wälder der bevorzugte Wohnsitz böser Geister sind, hat zur Waldvernichtung beigetragen. Ein königliches Dekret stoppte 1989 jeglichen Holzeinschlag.

Um die Abholzung nicht noch weiter voranzutreiben verzichten wir komplett auf Holz das gefällt wurde. Zur Verwendung kommen ausschließlich die zurückgelassenen Wurzeln, welche im Erdreich nicht verrotten und nur darauf warten ausgegraben zu werden. Die Wurzeln sind unverwüstlich und sehr widerstandsfähig, so dass selbst Schädlinge keine Chance haben.