Oberflächenbehandlung

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Geölte Holzoberflächen
Ölen ist ein Verfahren, mit dem man die Ursprünglichkeit, Haptik und Ökologie weitgehend bewahrt. Man kann auch die Wirkung der Holzstruktur (Anfeuern) erhöhen. Man hat direkten Kontakt mit dem Holz und befühlt nicht eine Lackschicht. Das fertig geölt Holz beinhaltet keine Stoffe, die das Wohlbefinden beinträchtigen und ist daher sehr gut für Allergiker und Asthmatiker
.

Beim Ölen von Holzoberflächen werden die Holzfasern der Oberfläche mit Öl getränkt. Es bildet sich damit keine Schicht die über dem Holz liegt, sondern es dringt in das Holz ein. Die verwendeten Öle trocknen nach kurzer Zeit zähelastisch aus. Das Holz bleibt dadurch offenporig und diffusionsdurchlässig, d.h. das Holz kann atmen. Bei lackierten Oberflächen ist das „atmen“ bzw. das arbeiten des Holzes beeinträchtigt und kann somit zu Spannungen und Rissen in der Lackoberfläche führen. Eine beschädigte Lackschickt lässt Wasser ins Holz eindringen, aufquellen und führt zu hässlichen Grauverfärbungen an den  beschädigten Lackstellen. Beschädigungen an einer geölten Oberfläche legen kein ungeschütztes Holz frei und somit bleiben die negativen Einflüsse aus.

Dennoch sollte man verschüttete Flüssigkeiten nicht allzu lange auf die geölte Oberfläche einwirken lassen, sondern wegwischen, denn eine geölte Oberfläche ist nicht dicht und lässt irgendwann die Flüssigkeit doch eindringen.


Gewachste Holzoberflächen
Das Wachsen des Holzes ist eine alte Schutz- und Dekorationstechnik in Innenräumen und wird von Baubiologen sehr positiv beurteilt, da sie dem Holz seine Ursprünglichkeit und Atmungsfähigkeit bewahrt. Gewachste Hölzer bestechen zudem durch ihr besonderes, seidenglänzendes Erscheinungsbild. Gewachste Oberflächen sind etwas glänzender als geölte!

Im Außenbereich wird nicht gewachst, da es der Beanspruchung nicht standhält.
Dennoch sollte man verschüttete Flüssigkeiten nicht allzu lange auf die gewachste Oberfläche einwirken lassen, sondern wegwischen, denn eine gewachste Oberfläche ist nicht dicht und lässt irgendwann die Flüssigkeit doch eindringen.

Der große Vorteil einer offenporigen Behandlung (Ölen oder Wachsen) ist, dass kleine Beschädigungen, Kratzer, Risse oder Dellen partiell sehr wohl repariert, nachgewachst oder nachgeölt werden können. Und wenn man im Vorfeld noch darauf achtet, dass der Endschliff mit einem feinen Korn ausgeführt wird, hat man die beste aller Oberflächen, die zudem noch robuster ist als gröber geschliffene Flächen.


Lackierte Holzoberflächen
Eine Versiegelung ist zwar pflegeleichter, doch bietet sie auf Dauer keinen zuverlässigen Schutz vor eindringender Feuchte. Denn eine Lackschicht, und mag sie noch so hart sein, zerkratzt mit der Zeit, und es entstehen Haarrisse und andere Schäden, die Feuchte durchlassen. Mit der Folge, dass das Holz darunter grau wird und die Lackschicht absplittert. Auch können Sie Schäden in der Oberfläche nicht partiell ausbessern sondern müssen in der Regel die gesamte Oberfläche abschleifen und neuversiegeln.